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Auch 2019 – Information und Protest!

11. Dezember 2018 von

Termine der Anti-Atom-Sonntagsspaziergänge 2019

Immer wieder Sonntags lädt das Aktionsbündnis Castor-Widerstand Neckarwestheim zu Protest und Information ans AKW Neckarwestheim ein. Auch im Jahr 2019 finden die Anti-Atom-Spaziergänge meistens am ersten Sonntag des Monats statt. Das Thema (und ggf. den Ort) des Sonntagsspazierganges geben wir immer ungefähr zwei Wochen vorher auf unserer Internetseite und auf Flyern bekannt.
Für die Mobilisierung haben wir wieder Postkarten, die Ihr jetzt gerne bei uns auch in größeren Mengen bestellen könnt. Auf diesen findet sich die Jahres-Termin-Übersicht.
Der nächste Sonntagsspaziergang findet am 3. Februar 2019 statt – Schon jetzt herzliche Einladung! Ebenfalls schon vormerken: Den Termin der Fukushima-Jahrestag-Demo am 10. März, ebenfalls am AKW Neckarwestheim.

Erneuerbare: Gegenwind statt Förderung?!

4. Dezember 2018 von

Rückblick zum Dezember-Sonntagsspaziergang

In den letzten 10 Jahren hat sich die dezentrale, regenerative Energiewende sehr gut entwickelt und die Prognosen der Stromerzeugung jährlich übertroffen. Wind und Sonne liefern seit Jahren einen stark zunehmenden Anteil der Stromversorgung. Inzwischen stehen sich zwei total unterschiedliche Erzeugungs- und Besitzstrukturen gegenüber: Auf der einen Seite die bisherigen Konzerne mit ihren fossilen Atom- und Kohlekraftwerken, die weiter umweltschädlichen und gesundheitsgefährdenden Strom aus Großkraftwerken erzeugen wollen. Auf der anderen Seite die dezentralen, lokalen Windräder und über 1,5 Millionen Photovoltaikanlagen, die umweltfreundlichen Strom liefern – sich jedoch zu 95% nicht im Besitz der Energiekonzerne befinden. Deshalb gibt es jetzt massiven politischen Gegenwind.
In seiner ausführlichen Rede informierte Heiner Blasenbrei-Wurz beim Sonntagsspaziergang über den Stand der Dinge. Ihr könnt den Beitrag hier nachhören.

Energiewende: Gegenwind statt Förderung!

16. November 2018 von

Info & Protest – Anti-Atom-Sonntagsspaziergang zum AKW Neckarwestheim
2.12. – Mit dem Energie-Experten Heinrich Blasenbrei-Wurtz

Im ersten Halbjahr 2018 gab es einen neuen Rekord bei der regenerativen Stromerzeugung.  Der Anteil der Nettostromerzeugung durch erneuerbare Energien – hauptsächlich Wind und Photovoltaik – lag bei 41%. Das ist die gute Nachricht. Durch die neuen rechtlichen Zwangsvorschriften mit den jährlichen Zubaukorridoren bei Wind an Land und bei Photovoltaik in Verbindung mit dem Ausschreibungszwang wird seit 2017 der Zubau von neuen Windrädern und neuen Photovoltaikanlagen massiv ausgebremst. Eine Folge davon: in Baden-Württemberg werden in den nächsten Jahren überhaupt keine neuen Windräder mehr gebaut werden!

Gerade noch mal durch den TÜV gekommen – EnBW flickt bis zum Super-GAU

8. November 2018 von

Provisorisch geflicktes, rostiges Rohr mit TUEV-SiegelKurz nach Mitternacht in der Frühe des 8.11.18 ging das AKW GKN II wieder in den Leistungsbetrieb. Die Atomaufsicht glaubt, alle 16000 Heizrohre wüssten, dass sie erst brechen dürfen, wenn sie vorher geleckt haben, und das stark genug, um rechtzeitig zu einer Schnellabschaltung zu führen. Sie hat bis heute der Öffentlichkeit nicht erklärt, wie Spannungsrisse des Altreaktors durch Änderungen der Wasserchemie künftig verhindert werden sollen. Oder zumindest verlässlich bis zur nächsten Jahresrevision gebremst werden sollen. Die Auflagen der Atomaufsicht für die EnBW sollen belegen, dass Sicherheit höchste Priorität hat. Wäre das so, dann würde der Reaktor vorsichtshalber auf Dauer stillgelegt. Die Auflagen beweisen allerdings, dass auch der Atomaufsicht der altersmarode Zustand des seit 29 Jahren mechanisch, thermisch und radioaktiv belasteten Materials klar ist. Trotzdem lässt sie zu, dass das AKW ein weiteres Jahr im Blindflug betrieben wird…

Atomausstieg, AKW-Laufzeiten & Entschädigungen

5. November 2018 von

Zusammenfassung der Rede vom Sonntagsspaziergang am 04.11.2018
(Audio-Mitschnitt am Ende des Artikels)

Liebe Atomkraftgegnerinnen, liebe Atomkraftgegner,
heute beleuchten wir als Aktionsbündnis auf unserem Protest-Sonntagsspaziergang die „Energiepolitische Situation“. Hier treffen inzwischen zwei total unterschiedlich Welten und Interessengegensätze aufeinander. Die fossilen Großkraftwerke hauptsächlich Atom und Kohle mit ihren „Altkonzernen“ und zentralen Machtstrukturen in der Erzeugung und Verteilung der Energie. Auf der anderen Seite die sich dezentral und regenerativ „von unten“ entwickelnde neue Energiewende-Welt. Mit ganz anderen Besitz- und Erzeugerstrukturen in dezentraler und regionaler Form. Diese Interessenkonflikte nehmen zu.
Dann gibt es ja vordergründig einen Atomausstieg. Was ist da wie geregelt, beim „Atomausstieg Nr. 1“ von 2002, bei den Laufzeitverlängerungen 2010 und nach Fukushima 2011 mit dem Atomausstieg Nr. 2?!

Jetzt Einwenden gegen die fortgesetzte Gefährdung von Mensch und Natur!

30. Oktober 2018 von

Sammel-Einwendung zur 2. Abbaugenehmigung von GKN I – letzte Frist Mo. 5.11.18

(atomerbe-neckarwestheim.de) Am 3.2.2017 wurde die erste Stilllegungs- und Abbau-Genehmigung („1. SAG“) für das GKN I erteilt. Damit konnte die EnBW/EnKK die Abriss-Arbeiten beginnen. In der damaligen Öffentlichkeitsbeteiligung (2015) hatten wir kritisiert, dass praktisch alle entscheidenden Themen (u.a. radiologisches Gesamtkataster) ausgeblendet waren.
Die atomrechtliche Genehmigung erlaubt nun in großem Umfang die Verteilung von Radioaktivität in unsere Umwelt und setzt die Bevölkerung vemeidbaren Gefahren aus: z.B. Abbau trotz Brennelementen im AKW und des aktiven zweiten AKWs vor Ort, Freigabe von radioaktivem Material, Abgabe von Radioaktivität in Luft und Neckar, unzureichende Umweltverträglichkeitsuntersuchung, unnötige Transporte von radioaktiven Material.
Aktuell geht es um den zweiten Schritt der Abbau-Genehmigung („2. AG“) für das GKN I. Die von den Bürgerinitiativen eingeforderte Öffentlichkeitsbeteiligung droht erneut zur Farce zu werden, denn die Mängel des ersten Verfahrens werden fortgesetzt. Dieses Mal wird sogar komplett auf eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung verzichtet, da das Vorhaben laut Umweltministerium angeblich „keine zu berücksichtigenden erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen“ habe.

Atomausstieg, AKW- Laufzeiten & Entschädigungen

20. Oktober 2018 von

Einladung zum Sonntagsspaziergang am 4. November

Unter dem Motto „Atomausstieg, AKW-Laufzeiten und Entschädigungen“ lädt Euch das Aktionsbündnis zum nächsten Sonntagsspaziergang ans AKW Neckarwestheim ein! Treff ist wie meistens um 14h auf der „Schönen Aussicht“.

 

Atomausstieg 2011, was ist vereinbart:
Am 11. März kam es in Fukushima in drei Atomkraftwerken zur radioaktiven Kernschmelze, zum Super-Gau. In Deutschland waren zu diesem Zeitpunkt 17 Atomkraftwerke im radioaktiven Betrieb. Statt sofortigem Atomausstieg wurden nur 8 Atomkraftwerke abgeschaltet, 9 Atomkraftwerke erhielten trotz Fukushima und der ungeklärten Frage wohin mit dem hochradioaktiven Atommüll eine weitere Betriebserlaubnis. Seit 2011 wurden von den 9 AKWs mit dem sog. Atomausstieg erst zwei weitere Atomkraftwerke abgeschaltet. Ende 2019 wird ein weiteres AKW stillgelegt. Die sechs größten und gefährlichsten Atomkraftwerke sollen erst Ende 2021 und Ende 2022 abgeschaltet werden. Atomausstieg sieht anders aus.

Wackersdorf – die „Geburtsstunde der Zivilgesellschaft in Bayern“

10. Oktober 2018 von

Interview mit Oliver Haffner bei freie-radios.net

In Zeiten des Protestes gegen Braunkohleabbau im Hambacher Forst, bietet sich auch der Blick in die Vergangenheit an. Oliver Haffner hat dies mit seinem Film „Wackersdorf“ getan. Der Film zeigt die Ereignisse rund um die geplante WAA für Kernbrennstoffe, die in den Achtzigerjahren im oberpfälzischen Wackersdorf gebaut werden sollte. Dabei begleitet der Film den Weg des Landrates Hans Schuierer, der den Bau der Wiederaufbereitungsanlage erst befürwortete, sich dann aber auf die Seite der Atomgegner schlug. Über seinen Werdegang, das Verhalten der bayrischen Landesregierung, aber auch über die Aktualität dieser Sternstunde der AntiAKW-Bewegung sprach Radio Corax mit dem Regisseur Oliver Haffner. Das Interview zum Anhören im Artikel.
Oliver Haffner hatte den Film am 6.10. persönlich im Ludwigsburger Scala vorgestellt. Der Film wird in den nächsten Wochen noch ein einigen Abenden in den Ludwigsburger Kinokult-Kinos gezeigt – sehr sehenswert!

Statt Energiewende eine Politik für die Konzerne?

10. Oktober 2018 von

Rückschau zum Oktober-Sonntagsspaziergang

Unter dem Motto „Radioaktivität lässt sich nicht abschalten“ protestierten am AKW Neckarwestheim gegen eine Politik für die Konzerne unter Ausbremsung der dezentralen echten Energiewende in Bürgerhand. Ausgehend vom Sicherheitsrisioko GKN II und dem geplanten „Blankoscheck“ für das Abrissverfahren desselben wurde im Redebeitrag unter anderem der Zusammenhang von blockierter Energiewende, laufenden AKWs und weiterer geplanter Kohleverstromung (bis 2050?) dargestellt. Den Beitrag könnt ihr hier im Artikel nachhören.
Der nächste Sonntagsspaziergang findet am 4. November statt. Schon jetzt herzliche Einladung, und, falls Ihr hierfür Flyer verteilen könnt, schicken wir Euch diese gerne zu!

Wackersdorf – Filmabend im Scala Ludwigsburg

1. Oktober 2018 von

Kino und Filmgespräch mit Regisseur Oliver Haffner
Samstag, 06.10., 20:30 h, Scala Ludwigsburg

Wackersdorf – Ein packendes Polit-Drama über die Hintergründe, die zu dem legendären Protest gegen den Bau der WAA in der Oberpfalz führten. An Originalschauplätzen im Landkreis Schwandorf gedreht, verfolgt der Film die Geburtsstunde der zivilen Widerstandsbewegung in der BRD. Ein Plädoyer für demokratische Werte und Bürgerengagement, heute so aktuell wie damals.
Karten-Vorverkauf hier!
Das Aktionsbündnis CASTOR-Widersatnd Neckarwestheim unterstützt die Veranstaltung von Kinokult e.V. und Scala.live und ist mit einem Infostand im Foyer des Scala-Lichtspielhaus anwesend.