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Tags » ‘DIE LINKE im Heilbronner Kreistag’

Linke Kreisrätin zu Naturschutz und Ertrag in der Landwirtschaft.

6. Dezember 2019 von

Am 5. Dezember 2019 fand in der Gemeindehalle Gochsen eine Veranstaltung zum Thema „Landwirtschaft zwischen Naturschutz und Ertrag“ statt. Der Saal war übervoll, die Teilnehmer zu mehr als ¼ Landwirte, konventionelle und ökologische, dementsprechend auch Naturschutzbefürworter und -kritiker. Frau Isabell Huber, MdL von der CDU, berichtete vom Stand des Volksbegehrens: da es gegen einen Entscheid zu viel Widerstand gab, sitzen jetzt beteiligte Gruppen, Verbände und Politiker an einem Runden Tisch und verhandeln einen Kompromiss, also z.B., dass in Steuobstwiesen „ein bisschen“ gespritzt werden darf. Das allein ist für mich schon völlig unverständlich, denn um die großen Kronen von Hochstämmen zu spritzen, braucht man Unmengen an Spritzmaterial und das, obwohl man nur Mostobst, kein Tafelobst produziert. Da insbesondere alte Streuobstbäume und die artenreichen, weil nicht intensiv genutzten Wiesen darunter ein Biotop an sich darstellen, ist ein solcher „Kompromiss“ für mich nicht akzeptabel.
Schwerpunkt der Veranstaltung war der Vortrag von Prof. Dr. Johannes Steidle von der Uni Hohenheim, der sich seit Jahren mit dem Rückgang der Insekten, den Ursachen, den Folgen, also dem Schaden im gesamten Ökosystem, und den Möglichkeiten dem entgegenzusteuern, befasst.
Neben der Lichtverschmutzung, die vor allem die Nachtinsekten beeinträchtigt, ist tatsächlich die Landwirtschaft Hauptverursacher des Insektensterbens (die Zivilisation ist es deshalb nicht, weil sie einen sehr kleinen Anteil an der Gesamtfläche beansprucht, auch wenn das in Ballungsgebieten anders aussieht, den größten Flächenanteil beanspruchen Landwirtschaft und Wald):
• hochgedüngte und intensiv bewirtschaftete Grünlandflächen bieten nicht den Artenreichtum, den die auf bestimmte Futterpflanzen spezialisierten Insekten brauchen
• Herbizide, wie Glyphosat z.B., töten nicht nur indirekt durch Ausrottung der Futterpflanzen, sondern auch direkt durch ihre Giftwirkung, sie sind damit auch Pestizide.
• Reine Pestizide natürlich erst recht
• all diese Störfaktoren werden noch verstärkt durch weiträumige Felder, Monokultur, und treten nicht so schädlich auf in kleinräumigen, abwechslungsreichen Strukturen.
• Bioland Landwirt Tobias Heiss fügte in seinem Praxisbericht noch einen interessanten Aspekt hinzu: neue, einzig verfügbare Sorten sind teilweise keine Nahrungsquelle für Insekten mehr. Z.B. hat er bei seinen Öl-Sonnenblumen beobachtet, dass sie keine Insekten anziehen. Andere Sorten sind aber nicht mehr erhältlich.
Dass deshalb die Landwirtschaft in Pflicht und Verantwortung steht, ist völlig klar. Handlungsmöglichkeiten sind: Renaturierung wenigstens eines kleinen Anteils der Grünlandflächen, Reduzierung bis Verzicht auf sog. „Pflanzenschutzmittel“, die, wie eine Grafik anschaulich zeigte, den meisten Landwirten gar keine Mehreinnahmen bringen, Aufhebung der Schäden durch die Flurbereinigung, d.h. Schaffung kleinräumigerer, abwechslungsreicherer Strukturen, Rücksichtnahme bei Mahdtechniken. Die Gesellschaft muss aber ihren Beitrag leisten, indem sie den Mehraufwand und die Ertragseinbuße der Naturlandwirte finanziell ausgleicht und bereit ist, für die bessere, ökologischere Qualität der Produkte auch höhere Preise zu zahlen. (lrt)

Die S – Bahn kommt ins Zabergäu! – aber wann?

29. November 2019 von

Alles bekennende Freunde der Zabergäubahn, ob sie sich bald durchsetzen? (von links): Hans Martin Sautter (vcd und MOBI Netzwerk HN-FR), Nico Morast (CDU Fraktionsvorsitzender im Kreistag und Mitglied im Regionalverband), Moderator Christian Gleichauf (H.St.), Johannes Müllerschön (Linke, Mitglied im Regionalverband), Gerhard Schnaitmann (Verkehrsplaner, früher Nahverkehrsgesellschaft Ba-Wü), Rainer Hinderer (MdL und SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat HN), Wolf Theilacker (Grüne-Stadtrat in HN und Mitglied im Regionalverband) und Nico Weinmann (MdL, FDP Fraktionsvorsitzender im Stadtrat HN und Mitglied im Regionalverband).
Foto: Jürgen Wiethe (Zabergäu pro Stadtbahn e.V.)

Wohnen darf kein Luxusgut werden. Rede im Kreistag

23. Oktober 2019 von
Nicht nur in der Stadt Heilbronn, sondern auch im Landkreis setzt sich DIE LINKE für bezahlbaren Wohnraum ein (hier bei einer Aktion in HN im Bundestagswahlkampf).

Redebeitrag des Kreisrats Florian Vollert bei der Kreistagssitzung am 21.10.2019 in Brackenheim zum Tagesordnungspunkt 7: Richtlinien zum Kommunalen Wohnraumförderungsprogramm des Landkreises:

Wir begrüßen das Förderprogramm und stimmen den Richtlinien zu. Trotz aller verbleibender Probleme sehen wir hier einen Schritt vorwärts in einem Themengebiet, das sich in so manchen Gemeinden als drängendes Problem erweist. Wohnen wird mancherorts zum Luxusgut.

Keine Marktradikalen mehr als Berater der SLK – Rede im Kreistag

23. Oktober 2019 von
Das Thema Krankenhausfinanzierung, Personal und Versorgung im ländlichen Raum beschäftigt DIE LINKE im Heilbronner Kreistag schon lange. Hier Florian Vollert mit dem Gewerkschafter und Gesundheitssystemexperte Günter Busch und dem ehemaligen Kreisrat und jetzigen Regionalrat Johannes Müllerschön 2016.

Redebeitrag von Kreisrat Florian Vollert bei der Kreistagssitzung am 21.10.2019 in Brackenheim zum Tagesordnungspunkt 12
SLK-Kliniken Heilbronn GmbH;
I. Jahresabschluss und Jahresabschlussprüfung 2018
II. Konzernabschluss und Konzernabschlussprüfung 2018

Wie in jedem Jahr möchte ich darauf hinweisen, dass der Jahresabschluss auch die Tarifflucht der Service GmbH beinhaltet und wir das ablehnen. Zur Information: Die Service GmbH ist eine 100% Tochter der SLK Kliniken und ist aus dem Grund der Tarifflucht gegründet worden.
Dabei ist die Service GmbH nichts ungewöhnliches mehr.

Regionalverband zum Thema Flächenverbrauch – öffentliche Anhörung vom 29.7. bis zum 6.9.19

28. Juli 2019 von

16.7.19 BUND Veranstaltung zum Flächenverbrauch im Zabergäu. Linken-Kreisrat Florian Vollert berichtet darüber auf der Homepage des Kreisverbandes.

Per öffentlicher Bekanntmachung vom 16.7.19 wird beim Regionalverband die Öffentlichkeitsbeteiligung über die „Weiterentwicklung der Schwerpunkte für Industrie, Gewerbe- und Dienstleistung“ in der Region ausgeschrieben. Dies ist die offizielle Bezeichnung, für einen Vorgang, bei dem an 20 konkreten Standorten bis 2030 zusätzliche 374 ha Gewerbeflächen zur Verfügung gestellt werden sollen. Bereits am 7. Juni 2019 hat der Planungsausschuss des Regionalverbandes diese mehrheitlich so beschlossen. Hier gab es dazu einen entsprechenden Bericht. 

LINKE treffen sich in Offenau nach der Kreistagswahl.

10. Juli 2019 von

Mit ihrem Treffen vor dem Rathaus in Offenau weihte die LINKE bei hochsommerlichen Temperaturen auch den Außenbereich des Bürgertreffpunkts „Glaskasten“ in Offenau ein. Danke Freya fürs Foto.

„Nein, unser Ziel die beiden bisherigen Kreisräte der LINKEN mit einem dritten Mandat zu stärken, haben wir nicht erreicht. Trotzdem ist es uns gelungen, zwei Mandate im Heilbronner Kreistag zu verteidigen und so die Grundlage zu schaffen für unsere weitere Arbeit im Kreistag und vor Ort“.

Mit dieser nüchternen ersten Einschätzung lud der OV nördlicher Landkreis zur Mitgliederversammlung in den Bürgertreffpunkt am Rathaus.

Antrittsbesuch der neugewählten linken Kreisrätin Lydia Riedel- Tramsek in Jagsthausen.

28. Juni 2019 von

Dorfladen Jagsthausen eG, mit Außenbereich

Noch vor der konstituierenden Sitzung des Kreistags informierte sich Lydia Riedel-Tramsek (Die Linke) bei Bürgermeister Halter in Jagsthausen über Probleme vor Ort. Zunächst hat sie sich die Sache mit dem Dorfladenprojekt erklären lassen. Es funktioniert dort sehr gut, die haben einen Jahresumsatz von 1,5 Mio. 17 Mitarbeitern. Sicherlich profitieren sie von der Lage am Radwanderweg, der Schönheit des Ortes, der Nähe zu Schöntal, so dass man das nicht 1 : 1 übertragen kann auf andere Ortschaften.

DIE LINKE wollte mehr, im Heilbronner Kreistag

29. Mai 2019 von

Zu Beginn einer Arbeitssitzung in Offenau gratulierten die zwei bisherigen Kreisräte der neugewählten Kreisrätin Lydia Riedel-Tramsek aus Möckmühl zu ihrer Wahl.

DIE LINKE im Heilbronner Kreistag hatte in den letzten fünf Jahren durch viele Anträge und Wortbeiträge für bezahlbaren Wohnraum, bessere und günstigere Verkehrsanbindung und bessere Arbeitsbedingungen Akzente im Kreistag setzen können. Durch die politischen Mehrheiten war eine Umsetzung vieler Ideen nicht möglich, andere wurden später von der Verwaltung ohne entsprechenden Beschluss umgesetzt.

Kreisräte kommen und gehen – die soziale Frage bleibt!

28. Mai 2019 von

Die soziale Frage lässt sich weder ignorieren, noch verhöhnen! Deshalb braucht es DIE LINKE in Europa, im Kreistag und im nördlichen Landkreis. Jetzt erst recht! (Foto: jom)

Gratulation an die Grünen und an die „freien“ und liberalen für ein tolles Ergebnis im neuen Kreistag. Gratulation auch an Florian Vollert und an Lydia Riedel-Tramsek, die im neuen Kreistag, den nördlichen Landkreis für DIE LINKE vertreten wird. Danke an alle KandidatInnen,  alle WahlkämpferInnen und WählerInnen. Noch ein Wort zu meinem persönlichen Abschneiden: Hätten all diejenigen, die mir gegenüber mein Ausscheiden aus dem Kreistag bedauern, mich auch gewählt, wären wir LINKE jetzt gestärkt und zu dritt im Kreistag.

…”dem Nahverkehr Beine machen”…DIE LINKE bedankt sich beim Verein Zabergäu pro Stadtbahn eV für offenen Brief

24. Mai 2019 von

Breites Aktionsbündniss für die Zabergäubahn. …”dem Nahverkehr (und der Verwaltung) Beine machen” … meint Kreisrat Müllerschön und DIE LINKE.

In der heutigen (23.5.19) Heilbronner Stimme würdigt Reto Bosch den Rückenwind für die Zabergäubahn. In Sachen “standardisierte Bewertung” hält er fest: “Noch wird gerechnet”. Die BI Zabergäubahn hat jetzt mit einem Brief an Landrat Piepenburg um einen “kurzen Sachstandsbericht” gebeten. Wir dokumentieren hier den offenen Brief:

 Sehr geehrter Herr Landrat Piepenburg,

 der Verein Zabergäu pro Stadtbahn e.V. hat erfreut wahrgenommen, dass sich die Chancen für eine Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Lauffen und Zaberfeld offenbar deutlich verbessert