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Tags » ‘Arbeitsgemeinschaften’

Politische Lieder, die Stellung beziehen

4. Dezember 2017 von

„Die Marbacher“ begeisterten bei den Heilbronner SPD-Senioren

Zu einem Jahresabschlusstreffen der besonderen Art hat, in dieser von Umbrüchen geprägten Zeit, die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus Heilbronn Stadt und Land eingeladen: Zu engagierten, demokratischen und kritischen Liedern, die zur Kultur der Sozialdemokratie gehören. Silke Ortwein und Bernhard Löffler, beide beim DGB Nordwürttemberg in verantwortlicher Position tätig, sind Teil der aus den NaturFreunden hervor gegangenen Musikgruppe „Die Marbacher“, die bekannt ist für „politische Lieder, die Stellung beziehen“. Schwungvoll und kreativ, mitreißend und nachdenklich unterhielten sie mit Gesang und Gitarre die über vierzig SPD-Senioren und Seniorinnen. Man spürte, dass die beiden mit viel Engagement und Spaß im Einsatz sind. Kein Wunder, denn neben „klassischen“ Arbeiter- und Protestliedern gaben sie doch auch selbst geschriebene und komponierte Werke zum Besten.

Erinnerungen an das Kriegsende im Unterland

12. November 2017 von

Der Nordheimer Manfred Plieninger plädierte vor SPD-Senioren für Frieden

Wie gehts weiter? – Nach der Bundestagswahl

7. Oktober 2017 von

Sorgen und Ängste der Wähler ernst nehmen

SPD-Senioren diskutierten die Wahlniederlage ihrer Partei

„Die SPD ist mit ihren Themen nicht durchgedrungen.“ Auf diesen Nenner brachte Harald Friese bei einer Nachbetrachtung der Bundestagswahl in einer gut besuchten Diskussionsveranstaltung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus Heilbronn Stadt und Land seine Analyse des von der SPD eingefahrenen schlechtesten Wahlergebnisses ihrer Nachkriegsgeschichte. Der 72jährige Jurist Friese, seit über 50 Jahren SPD-Mitglied, war 14 Jahre lang Heilbronner Bürgermeister und von 1998 bis 2002 Bundestagsabgeordneter und ist u. a. Vorsitzender des SPD-Fraktion im Regionalverband Heilbronn-Franken.

Wie wollen wir in Zukunft leben?

22. Juli 2017 von

Generationengerecht, lebenswert, bezahlbar!
So lautete der Titel einer Podiumsdiskussion, zu der die SPD 60 plus Baden-Württemberg nach Heilbronn eingeladen hatte. Mit dabei waren Lukas Siebenkotten (Direktor des Deutschen Mieterbundes) und Daniel Born MdL (Wohnungspolitischer Sprecher der SPD-
Landtagsfraktion). Der 60 plus Landesvorsitzende Lothar Binding (MdB) führte ins Thema ein, die Moderation hatte Sieghart Brenner, Kreisvorsitzender der SPD 60 plus Heilbronn. Dass bezahlbarer Wohnraum knapp wird, war eine vorhersehbare Entwicklung. Seit der EU-Osterweiterung sind rund 2,5 Mio. Menschen nach Deutschland gekommen. Flüchtlinge machen aber nur einen sehr geringen Teil daran aus, überwiegend handelt es sich um europäische Binnenwanderung, hauptsächlich von Arbeitskräften aus Osteuropa. Leider haben Regierungen verschiedener Couleurs nicht vorausschauend agiert, betonte Lukas Siebenkotten. Die Förderung des Sozialen Wohnungsbaus sei seit Jahrzehnten stark zurückgefahren, öffentliche Gelder oftmals sogar zweckentfremdet worden. Verschärfend komme hinzu, dass nach 20 Jahren Sozialwohnungen wieder in den freien Markt übergehen. Der Bestand nehme also faktisch jährlich ab. Mittlerweile habe die Bundesregierung erste Schritte unternommen: Das Bündnis für
bezahlbares Wohnen, soziale Wohnraumförderung, Wohngelderhöhung und Mietpreisbremse sollen entgegenwirken. Siebenkotten bedauerte, dass diese an sich sinnvollen Instrumente auf Betreiben von CDU und CSU stark verwässert wurden. Weder
eine degressive Abschreibung noch eine Auskunftspflicht des Vermieters seien in der Koalition durchsetzbar gewesen.
Auch wenn oft so tituliert, sei Baden-Württemberg nicht das Land der Häuslesbauer. Die Mietquote betrage immerhin 50 %, sagte Daniel Born. Bezahlbare Wohnungen gebe es vorwiegend im ländlichen Raum. Dort entstünden reine Schlafstädte, zum Nachteil der
Ortsgemeinschaft. Die Innenstädte verödeten, Orte dehnten sich dagegen immer weiter aus. Diesem Flächenfraß müsse entgegengewirkt werden. Die Lage im Land ist dramatisch:
Obwohl die Bundesmittel verdreifacht wurden, hat die Landesregierung die Gelder für den Sozialen Wohnungsbau um 20 Mio. gekürzt, kritisierte Born. Aber was können Kommunen,
Land und Bund tun? Born könnte sich vorstellen, die Mietbindung auf 30 Jahre zu erhöhen, damit Sozialwohnungen länger im Bestand bleiben. Die Landesbauordnung müsse durchforstet werden, sie enthalte Elemente, die das Bauen verteuern. Barrierefreiheit müsse
aber auch künftig eine wichtige Rolle spielen. Auch eine Grundsteuer für Bestandsgrundstücke, die nicht bebaut werden, könne er sich vorstellen. Außerdem plädierte er für mehr Flexibilität beim Bauen, damit Wohnungen und Gebäude leichter den verschiedenen Lebensabschnitten angepasst werden können. In der lebhaften Diskussion brachten u. a. der Vorsitzende des Heilbronner Mieterbundes, Alfred Huber, der SPD Stadtrat Herbert Tabler, sowie einige Einheimische ihre lokale Sichtweise zur Wohnungssituation vor. Den Wortbeiträgen war zu entnehmen, dass auch hier die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt – mit allen zuvor geschilderten Problemen – zutrifft, Stadtverwaltung und Gemeinderat sich aber grundsätzlich bemühen, den Zustand zu verbessern. Vor allem die städtische Tochter „Stadtsiedlung Heilbronn GmbH“ widme sich aktuell und verstärkt dem Bau von bezahlbaren Wohnungen.
(Dr. Gudrun Igel-Mann)

Vom Umgang mit dem Islam und den Muslimen

10. Juni 2017 von

Ein Rekordbesuch von über 50 Personen zeigte das große Interesse an der Veranstaltung "Vom Umgang mit dem Islam und Muslimen" der SPD-AG 60plus. Dr. Hussein Hamdan verstand es denn auch, Situation und Struktur des Islam in Deutschland und speziell im Unterland verständlich zu machen. Dr. Hamdan, mit sieben Jahren aus dem Libanon nach Deutschland gekommen, studierte und promovierte in Tübingen über den „Christlich-islamischem Dialog“ und ist seit 2012 an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig. Der Islam ist mit weltweit 1,6 Milliarden Angehörigen die zweitgrößte Religionsgemeinschaft, und wie das Christentum in zahlreiche Glaubensrichtungen – auch regional bedingt – aufgesplittert. In Deutschland gibt es derzeit 4,4 bis 4,7 Millionen Muslime, also 5,5 bis 6,0 Prozent der Gesamtbevölkerung. Dr. Hamdan informierte über die Islamverbände in Deutschland und deren Aktivitäten im Unterland. Besonderen Zuspruch erhielt Dr. Hamdan für seine Thesen zur Integration: „In einer zunehmend multiethnisch ausgerichteten Gesellschaft gehört es dazu, dass man aufeinander zugeht, nicht übereinander, sondern miteinander spricht. Bei den entscheidenden Werten unserer aufnehmenden Gesellschaft dürfe es keine Kompromisse geben. Die Akzeptanz des deutschen Grundgesetzes ist unverhandelbar“.
 

Einladung der AG 60+ – Klaus Zwickel spricht zum Thema: Ist Europa noch zu retten?

29. September 2015 von

Artikel

Einladung zur Stadttour der AG 60+ nach Bad Rappenau

21. August 2015 von

Bürgermeister Klaus Grabbe bei der AG 60+

21. August 2015 von

Selbsthilfe und Solidarität

7. April 2014 von

Auf 125 Jahre sozialer Arbeit kann der Arbeiter-Samariterbund (ASB) zurückblicken.  Harald Friese, der frühere Sozialdezernent der Stadt Heilbronn und heutige Vorsitzende des ASB-Regionalverbands Heilbronn/Franken berichtete bei der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60-plus über Geschichte und Gegenwart des ASB, der seit 1970 auch in Heilbronn wieder aktiv ist.  Der Regionalverband ist mit rd. 19.000 Mitglieder der größte im Land;  er betreibt 14 Pflegeheime und hat einen weiteren Schwerpunkt im Krankentransport. 

Anstoß zur Gründung des ASB war die Idee der Selbsthilfe in der damals gesellschaftlich ausgegrenzten Arbeiterbewegung.  In der zweiten Hälfte des 19. Jhd. gab es weder einen Sanitätsdienst in den Betrieben noch im öffentlichen Bereich.  Das Rote Kreuz konzentrierte sich ausschließlich auf den Sanitätsdienst in Kriegszeiten.  „Keine Ausbildung für den Kriegsfall“ setzte der ASB dem entgegen.  Die Vision der ersten Arbeiter-Samariter war die solidarische und gerechte Gesellschaft.


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