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Aktionsbündnis Heilbronn stellt sich quer

Author: Aktionsbündnis Heilbronn stellt sich quer

Mitglied seit: 2011-11-13 12:39:18
Webseite: http://ngr-heilbronn.org

Beiträge von Aktionsbündnis Heilbronn stellt sich quer:

Die schlechten Verlierer von der AfD

25. April 2018 von

Die Niederlage scheint der Heilbronner AfD schwer im Magen zu liegen. Am Mittag des 12. März 2018 ließ eine bunte Mischung von mehr als 350 Menschen eine schlecht besuchte Kundgebung der lokalen AfD-Jugend „Junge Alternative“ (JA) auf dem Friedensplatz im Protestlärm untergehen. Von Gegendemonstrant*innen umzingelt und hinter Polizeiabsperrungen abgeschottet, konnte der AfD-Nachwuchs um Marcel Wolle seine eigenen Worte kaum verstehen. Weil sich an den Protesten gegen die Rechten auch viele Schülerinnen und Schüler der umliegenden Heilbronner Gymnasien beteiligten, versuchte die AfD jetzt, mittels einer Landtagsanfrage eine vermeintliche Verschwörung aufzudecken. Unterzeichnet ist die Anfrage an die Landesregierung unter anderem von der AfD-Landtagsabgeordneten Carola Wolle. Sie ist die Mutter des JA-Aktivisten Marcel Wolle, dem Organisator der Kundgebung am 12. März 2018.

Lautstarke Nachhilfestunde für AfD-Nachwuchs

13. März 2018 von

Der Versuch des Heilbronner AfD-Nachwuchses „Junge Alternative“ (JA), auf dem Friedensplatz um jugendliche Wählerinnen und Wähler zu werben, wurde für die Rechten am vergangenen Montag zum Flop.

Am Mittag des 12. März 2018 wollte die AfD-Jugend um Organisator Marcel Wolle mittels einer Kundgebung in unmittelbarer Nähe von drei Heilbronner Gymnasien „mit Jugendlichen ins Gespräch kommen“. An der Kundgebung der AfD beteiligten sich allerdings nur zwischen 30 und 40 Personen – darunter zahlreiche baden-württembergische Parteifunktionäre und Parteimitarbeiter. Mit dem AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen und der baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Christina Baum hatten die beiden prominentesten angekündigten Redner ihre Teilnahme kurzfristig wieder abgesagt. Abgeschottet von der Polizei wurden die AfD-Anhänger von mehr als 350 Menschen umzingelt, die dem Aufruf unseres Bündnisses gefolgt waren, den rechten Hetzern eine Nachhilfestunde in Sachen Weltoffenheit zu erteilen.

Am Montag nach der Schule? Gemeinsam aktiv gegen Rassismus!

6. März 2018 von

Am Montag, den 12. März 2018, möchte die Jugendorganisation der AfD Heilbronn, die „Junge Alternative“ (JA), um 13:00 Uhr auf dem Heilbronner Friedensplatz eine Kundgebung abhalten. Als Redner*innen werden unter anderem der Bundessprecher der AfD, Jörg Meuthen, die Landtagsabgeordneten Carola Wolle und Christina Baum, sowie der Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinwächter angekündigt. Unter dem Motto „Alternative Jugendpolitik“ wollen sie mit geballter Kraft den Schüler*innen der umliegenden Schulen „demokratische Grundwerte vermitteln“…

300 Menschen setzen nach dem rassistischen Messerangriff ein Zeichen

24. Februar 2018 von

Knapp 300 Menschen kamen am Abend des 23. Februar 2018 auf dem Heilbronner Marktplatz zusammen, um mit einer Mahnwache gegen rechte Gewalt zu protestieren. Hintergrund war der rassistisch motivierte Angriff eines 70-jährigen Mannes mit einem Messer auf drei Geflüchtete, die sich am 17. Februar 2018 vor der Heilbronner Kilianskirche aufgehalten hatten. Ein 17-Jähriger aus Afghanistan erlitt dabei eine schwere Verletzung und musste mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden. Ein Syrer und ein Iraker wurden leicht verletzt. Dieser Fall hat durch seine Brutalität und aufgrund der zunächst nur wegen gefährlicher Körperverletzung geführten Ermittlungen der Heilbronner Polizei bundesweit Aufsehen erregt. Inzwischen sitzt der mutmaßliche Täter wegen Mordversuchs in Haft. Nachdem Polizei und Staatsanwaltschaft anfangs mitteilten, der Messerstecher habe mit seiner Tat „ein Zeichen gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik setzen wollen“, erklärten die Behörden nach anhaltendem öffentlichen Druck, dass es sich um eine Attacke mit rassistischem Hintergrund handelte.

Scharfe Kritik an Polizei – Großes Zeichen gegen rechte Gewalt erwartet

21. Februar 2018 von

Heilbronn, 21. Februar 2018: Netzwerk gegen Rechts Heilbronn kritisiert die Arbeit der Polizei scharf. Für Freitag wird ein großes Zeichen gegen rechte Gewalt erwartet.

Das Netzwerk gegen Rechts Heilbronn (NgR) ruft für Freitag, den 23. Februar 2018, um 18.00 Uhr zu einer Mahnwache gegen rechte Gewalt auf. Die Kundgebung wird auf dem Marktplatz Heilbronn stattfinden, die Veranstalter rechnen mit einem großen Zeichen der Heilbronner Zivilbevölkerung gegen rechte Gewalt. Das Netzwerk erwartet mindestens 300 Teilnehmer.

Hintergrund ist die rassistisch motivierte Messerattacke eines 70-jährigen Manns auf drei junge Flüchtlinge vor der Heilbronner Kilianskirche. Ein 17-Jähriger aus Afghanistan wurde dabei schwer verletzt. Ein Syrer und ein Iraker kamen mit leichten Verletzungen davon.

Mahnwache gegen rechte Gewalt

21. Februar 2018 von

Am vergangenen Samstag wurde die Heilbronner Kaiserstraße zum Tatort. Ohne Vorwarnung griff vor der Kilianskirche ein 70-Jähriger mit einem Messer drei junge Geflüchtete an. Ein 17-Jähriger aus Afghanistan wurde dabei schwer verletzt. Ein Syrer und ein Iraker kamen mit leichten Verletzungen davon.

Jetzt, einige Tage später, haben wir Gewissheit: der Täter handelte aus rassistischen Motiven. Seine Opfer haben nur eines gemeinsam. Sie kamen zu uns, um vor Krieg, Zerstörung und Armut in ihren Heimatländern zu fliehen. Hier in unserer Stadt suchten sie Schutz und neue Perspektiven. Vor der Kilianskirche, einem Heilbronner Wahrzeichen, fanden sie zumindest einen Treffpunkt mit freiem Internetzugang und guter Verkehrsanbindung. Jetzt ist es auch ein Ort, an dem der Hass sichtbar wurde. Nur durch Glück ist hier kein Mensch gestorben.

Betriebsratswahlen 2018: Rassisten machen mobil

15. Januar 2018 von

Nach der Bundestagswahl ist vor den Betriebsratswahlen. Während die selbsternannte “Alternative für Deutschland” (AfD) mit ihrem rassistischen Programm im September 12,6% der Wählerstimmen erringen konnte, bleibt ihr der Weg in die Betriebsratsgremien verwehrt. Doch der Erfolg der rechten Partei soll nicht an den Toren der Betriebe enden. Unter dem Slogan “Werde Betriebsrat – Patrioten schützen Patrioten!” bläst eine neue Allianz um die rechtsextreme Initiative “Ein Prozent” und das “Zentrum Automobil e.V.” aus Stuttgart zum Angriff.

Chanukkia auf der Allee zerstört

29. Dezember 2017 von

Am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages bemerkte ein Passant, dass der Chanukka-Leuchter, der von der Jüdischen Gemeinde Heilbronn zum Lichterfest Mitte Dezember aufgestellt worden war, von Unbekannten beschädigt wurde.
Am etwa drei Meter hohen Leuchter auf der Allee bei der Synagogengasse wurden mehrere Lampen und die dazugehörigen Gaskartuschen heruntergeschlagen. Genau an dem Platz, an dem sich die TäterInnen an dem neunarmigen Leuchter zu schaffen machten, stand bis zur Reichspogromnacht 1938 die 1877 fertig gebaute Heilbronner Synagoge.

„Kriegerin“ im Heilbronner Theater – Publikumsgespräch mit dem NGR

13. Dezember 2017 von

Wie geraten junge Menschen in die rechtsextreme Szene und welcher Weg führt sie dort wieder heraus? Das Stück „Kriegerin“ nach dem gleichnamigen Film von David Wnendt geht dieser Frage nach und ist jetzt im Theater Heilbronn zu sehen. Am Mittwoch, den 20. Dezember 2017, ist das Netzwerk gegen Rechts Heilbronn ab 19.15 Uhr bei einem Impulsinterview und Publikumsgespräch im BOXX Foyer dabei.

Hier die Einladung des Heilbronner Theaters:

Urteil im Neuensteiner Brandstifter-Prozess

11. November 2017 von

Fast zehn Monate nach dem Brandanschlag auf eine Unterkunft von Geflüchteten in Neuenstein hat das Heilbronner Landgericht am 9. November 2017 die beiden Täter aus der rechtsextremen Szene zu Haftstrafen von mehr als vier Jahren verurteilt.
In der Nacht auf den 20. Januar 2017 hatten der 33-jährige Wolfgang K. und der 24-jährige Steve D. an zwei Häusern der noch unbewohnten Einrichtung in der Bahnhofstraße in Neuenstein die Fassade angezündet. Mit aus Grillanzündern und Zeitung gebastelten Brandsätzen hatten sie das Dämm-Material am Sockel der Gebäude in Brand gesetzt. Damit „keine Flüchtlinge mehr nach Deutschland kommen“, wie die Angeklagten vor dem Gericht erklärten.